Diagnostik
Eine Feststellung der Legasthenie nach ICD10, dem von der Weltgesundheitsorganisation
WHO herausgegebenem „Klassifikationssystem für organische
Krankheiten und Psychische Störungen“ kann nur ein Psychologe
oder Psychiater ausstellen.
An öffentlichen Stellen, wie beispielsweise dem AMS, wird nur
eine solche Diagnose anerkannt.
Eine seriöse Diagnostik zur Frage Lese-Rechtschreib-Störung
beinhaltet (als Basis) immer:
- einen Intelligenztest
- einen standardisierten Lese- und Rechtschreibtest
Gerade bei Erwachsenen, die eine Diagnose brauchen ist dies ein
Problem.
Lese- und Rechtschreibtests gibt es meist nur für Kinder.
Sogar die Diagnostikstelle an der Universität Wien verfügt
nicht über Lesetests für Erwachsene. Dies ist nicht auf
Unwollen zurückzuführen, sondern darauf, dass es schlichtweg
keine solchen Tests gibt. An der Universität Salzburg wird
ein solcher Test gerade erst entwickelt.
Dies ist dann problematisch, wenn eine öffentliche Institution
eine betroffene Person nur mit korrekter Diagnose als Legastheniker
oder Legasthenikerin anerkennt.
Sehr gute und ausführliche Informationen zur LRS-Diagnostik
finden Sie auf der Homepage der Universität Marburg unter http://www.info-legasthenie.de/diagnose.php
.
Diagnostik Anlaufstellen in Wien und Niederösterreich
Derzeit gibt es keine staatlichen Anlaufstellen
für Erwachsene mit Legasthenie!
Die
Selbsthilfegruppe für Erwachsene mit Legasthenie
bietet einen Überblick über den Legastheniemarkt.
Kontakt:
Dr. Nicole Schöfbenker
Tel.: 0699 / 10115747
E-Mail
oder
Kathrin Klingebiel
E-Mail